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11.04.2007 Mainz verteidigt Titel beim DMV-Pokal 2005-2007. MSK Olching wird Vierter

MGC Mainz verteidigt Titel im DMV-Vereinspokal


Am Osterwochenende trafen sich die Finalisten des DMV-Pokal 2005-2007 im sächsischen Flöha zur Austragung des Final 4-Turniers.

Der MSK Olching, auf dem System Filz als Außenseiter gehandelt, versuchte den Systemnachteil durch viel Training wett zu machen und reiste bereits am Montag zuvor ins Erzgebirge. Die Teams des MGC Mainz, der SG Arheilgen und des Bochumer MC reisten gegen Mitte der Woche an.

Schon im Vorfeld des Finales zeigte sich großes Bemühen seitens des Veranstalters. Der direkte Kontakt zu den Vereinen wurde gesucht, es wurde alles daran gesetzt, den Teams den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Hier gilt ein besonderer Dank an Eddi Uhlig und den Mitgliedern des TSV Flöha.

Trotz allen Bemühungen gab es dennoch Schwierigkeiten beim Fertigstellen der Anlage. Dies ist jedoch nicht dem Veranstalter, als eher einer Lieferverzögerung des Materials anzulasten. Durch den sehr feuchten Winter hatten die Filzbahnen sehr gelitten und wurden dann etwas notdürftig, jedoch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, geflickt.

Die teilnehmenden Mannschaften konnten sich durch kleinere "Regeländerungen" mit Kompromissen einigen und so konnte das Turnier am Samstagvormittag beginnen.

Die Auslosung meinte es gut mit den vielen Zuschauern! Die vermeintlichen Topfavoriten aus Mainz und Arheilgen wurden nicht gegeneinander gelost und so bekam es der Bochumer MC mit der SGA und der MSK Olching mit dem Titelverteidiger zu tun.

Mit einem klaren 10:0 zogen die Mainzer ins Finale ein. Die SGA mit ihren drei Nationalspielern Alex Geist, Daniel Klosek und Achim Braungart Zink hatten es da doch weitaus schwerer.

Die Bochumer wuchsen zum Teil über sich hinaus, gleich zwei Leute konnten mit grünen Ergebnissen aufspielen. Solche Ergebnisse sind eben nicht immer mit Leichtigkeit zu kontern.

Gleich auf Position 1 setzte sich Christian Krumm mit einem starken 88er Ergebnis gegen Achim Braungart Zink durch, der nicht den besten Tag erwischte und gleich 10 Schläge verlor.

Durch eine 52er Startrunde der Arheilger Dame Katharina Nitsche, war klar, dass ein Unentscheiden nicht reichen wird, denn die Gesamtschlagzahl war zu schlecht.

Auf Position 3 schaffte Dennis Kapke im Jugendduell einen Sieg gegen Carsten Beckschulze. Auf Position 5 lag Daniel Klosek klar gegen Markus Büdenbender vorne.

Alles konzentrierte sich auf das Duell Alex Geist gegen Henri Salewski.

Der Arheilger lag vor Bahn 8 2 Schläge in Front, verlor aber mit einem kleinen Ausetzer gleich 4 Schläge und lag somit zurück. Danach legte Der Bochumer ein Ass an der Optischen Täuschung vor, dass Alex Geist mit einem Lochrandliegenbleiber nicht kontern konnte. In der Folge konnte Alex Geist wieder herankommen und schaffte auf den 4 Folgebahnen den Ausgleich.


Pokalsieger MGC Mainz


Bochumer MC


SG Arheilgen


MSK Olching

Halbfinale:
MSK Olching - 1. MGC Mainz (TV*) 00:10
Bochumer MC - SG Arheilgen 06:04

Spiel um Platz 3:
MSK Olching - SG Arheilgen 00:10

Finale:
1. MGC Mainz (TV*) - Bochumer MC 08:02
Doch gegen das Selbstbwusstsein der Bochumer war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. An der Rinne konnte Henri Salewski mit einem Ass den entscheidenden Schlag holen, um dann an Bahn 18 den Sieg zu sichern. Dass Alexander Geist hier auch noch einen Schlag verlor war zu diesem Zeitpunkt schon Nebensache, denn die Bochumer versanken im Jubeltaumel, hatten sie doch mit einem Sieg selbst nicht so sehr gerechnet.

Doch im Finale war dann Schluss mit der Siegesserie der Bochumer im DMV-Pokal. Zwar konnten die Westfalen in der ersten Runde noch gut mithalten, verloren aber in der Folge konsequent auf fast allen Positionen den Anschluss. Lediglich Henri Salewski konnte gegen Steffi Kern bestehen, die nach einer starken 89 am Vortag nicht in der Lage schien, das Ergebnis zu wiederholen. Mit der gespielten 100 zeigte sich auch hier wieder einmal wie tagesformabhängig das System Filz ist.

Mit einem klaren 8:2 konnte der MGC Mainz nach 1989 und 2005 bereits den dritten Mainzer Pokalsieg, dieses Mal mit der ersten Titelverteidigung der Verbandsgeschichte, mit nach Rheinhessen nehmen.

Besonders hervorzuheben ist hier die Leistung des Jugendnationalspielers Max Herrmann, der mit Ergebnissen von 88 und 85 der beste Spieler des Wochenendes war. Besonders beeindruckend war dabei die Sicherheit, die er nach außen hin ausstrahlte und somit auch seine Gegner beeindruckte. In der letzten Runde, als eigentlich schon alles gelaufen war, spielte er dennoch konsequent weiter und konnte mit seiner besten Runde von 25 Schlägen aufspielen! Auf dem Protokoll standen neben seinen 3 Dreiern beeindruckende 14 Asse und nur ein Zweier! Nach einer guten Leistung beim ersten Bundesligaspieltag in Mainz, konnte auch an diesem Wochenende Chriatian Pannek mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam machen!

Gegen den am Tage zuvor gut aufspielenden Christian Krumm, spielte er sich zu alter Topform und holte mit einer 89 zwei wichtige Punkte für den MGC.

Das kleine Finale ging 10:0 für die SGA aus, die eine deutliche Steigerung hinlegte und mit Ergebnissen zwischen 86 und 97 die beste Gesamtleistung des Wochenendes zeigte. Ausnahmslos bester Spieler des Wochenendes war Jugendnationalspieler Max Herrmann, der mit 88 und 85 zwei starke Ergebnisse lieferte und damit auch Selbstbewusstsein für die Jugend-EM auf Filz gesammelt haben dürfte.

Ein tolles Turnier mit viel Pressepräsenz von Funk, Fernsehen und Zeitung fand mit der Siegerehrung, die vom Flöhaer Bürgermeister unterstützt wurde, ein würdiges Ende.

Achim Braungart Zink






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