Der 1. Fränkische Minigolfclub Lichtenfels feierte sein 50jähriges Bestehen. Zu einen Festabend lud die Vorstandschaft in die Gaststätte Maintalterrasse in Lichtenfels ein.
Neben dem stellvertretenden Landrat Herrn Helmut Fischer folgte auch die erste Bürgermeisterin Frau Dr. Bianca Fischer und der BLSV-Vertreter Herr Hans-Peter Dentsch der Einladung des Minigolfclubs. Alle drei Gäste überbrachten die Glückwünsche des Landkreises, der Stadt Lichtenfels und des BLSV. Wenige Tage nach der offiziellen Einweihung der Minigolf-Anlage in der Coburger Straße, gründeten 18 begeistere Minigolfer am 29. September 1961, den 1. Fränkischen Minigolfclub Lichtenfels. Am 05.11.1961 wurde das erste Clubturnier gespielt. Hauptinitiator der Gründung war der damalige Platzbesitzer Alfred Opel.
Die
1. Vorsitzende, Andrea Heublein, ging in ihrer Ansprache nochmals auf 50 Jahre Minigolfsport ein. Wie in jeder Vereinsgeschichte gab es auch bei den Minigolfern viele Höhen und Tiefen. Zu den Höhen gehörten vornehmlich die vielen Erfolge im sportlichen Bereich. So ist heute noch der Gewinn der Europameisterschaft der Damen im Jahre 1971 durch Erika Schug die beste Leistung die je ein Lichtenfelser Golfer erreicht hat.
Bereits Anfang der 60er machten sich die Lichtenfelser einen Namen auf deutscher Ebene durch Erringung mehrerer Meistertitel. Ende der 70er und Anfang der 80er durchlebte man das erste sportliche Tief bevor ab 1985 die zweite Hochphase begann die immerhin 10 Jahre anhielt. Auf die zweite Durststrecke folgte Anfang des neuen Jahrtausend erstmals in der Geschichte des Vereins der Aufstieg in die 2. Bundesliga durch die Damenmannschaft. Inzwischen ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Hin und wieder können jedoch immer noch kleine Erfolge bei bayerischen oder deutschen Meisterschaften errungen werden.
Leider haben sich in Laufe der Jahre die Mitgliederzahlen negativ entwickelt. Aber auch andere Vereine von "Randsportarten" haben mit diesem Problem zu kämpfen so die Vorsitzende. Von den derzeit 58 Mitgliedern nehmen 8 aktive am Spielbetrieb teil.
In fünf Jahrzehnten fanden viele Hobbygolfer den Weg zum Verein. Heute wie damals begeistert es den Minigolfer durch viel Training mit möglichst wenig Schlägen den Ball ins Zielloch zu befördern. Neben den Effekt der Konzentrationssteigerung und der Verbesserung des Perfektionismus im Spiel, bewegt man sich auch noch an der frischen Luft, was der Gesundheit zu Gute kommt.
Interessant ist auch der Wandel der Ausrüstung eines Minigolfers. Ist man am Anfang mit höchstens 6-8 Bällen unterwegs gewesen kann heute ein gut ausgerüsteter Minigolfer aus einer Vielzahl von Bällen wählen. Der Durchschnittsminigolfer kann mindestens 50 verschiedene Bälle sein Eigentum nennen. Top-Spieler kommen heute bei weit über 200 Bällen an. Auch die Bekleidung passte sich schnell an. Was am Anfang noch eine Freizeitgestaltung war (Sonntagskleidung) ging sehr zügig in eine Sportveranstaltung über. Sportbekleidung wurde zur Pflicht.
Natürlich veränderte sich auch das Regelwerk in den Jahren. Es entwickelte sich immer mehr zu einer Profi-Sportart. Kannte man früher nur die Betonbahnen so spielt heute der Lichtenfelser Minigolfer auch Turniere auf Eternit- oder Filzbahnen.
Auch die Minigolfanlage veränderte sich in Laufe der Zeit. Waren früher verschiedene Bahnen ziemlich versteckt so hat man heute einen herrlichen Blick über die gesamte Anlage sowie über das Maintal. Besonders im Sommer gibt sie ein wunderschönes Bild ab. Seit 1969 ist die Anlage im Besitz der Familie Schug/Heinlein.
Viele Freundschaften wurden geschlossen. Jahrelang war man mit dem saarländischen Minigolfclub Saar 68 St. Ingbert als Patenverein verbunden. Besondere Banden bestehen auch zum 1. NMC Kelheim, BGC Neutraubling sowie dem MSK Olching. Diese drei Vereine ließen sich es nicht nehmen, anlässlich des Pokalturniers im August, mit Ehrungstellern oder Spenden den Lichtenfelser Minigolfern zu gratulieren. Ebenfalls am Maintalpokalturnier übermittelte auch der Bayerische Minigolfsportverband in Person von Präsidenten Gerd Zeller die Grüße.
Elf verschiedene 1. Vorsitzenden gab es in 50 Jahren. Seit 1999 führt nun Andrea Heublein die Geschicke des Vereins. Sie blickt auf insgesamt 22 Jahre Vereinsarbeit beim FMGC zurück. Jedoch gibt es noch eine Person die deutlich mehr an Jahren sich für den Verein engagiert. Maria Kowatsch kann schon auf 34 Jahre Vereinsarbeit (ausschließlich in der Position des Kassiers) zurückblicken. Hierfür gab es großes Lob und Präsente.
Andrea Heublein dankte allen für die gute Zusammenarbeit und Engagement der Vereinsmitglieder in den letzten 50 Jahren. Es ist nicht leicht für kleine Vereine die auf Spenden und Förderer angewiesen sind, Mitglieder zu gewinnen. Um so mehr freute es die 1. Vorsitzende an diesen Abend Mitglieder zu ehren die viel für den Verein getan haben und durch ihre Treue den Fortbestand des Vereins sicherten.
Für 50 Jahre und somit Gründungsmitglieder wurden Renate und Herbert Rübensaal sowie Herbert Felber geehrt. Renate Rübensaal gehörte zu den erfolgreichen Damen die in den 60er und 70er viele Titel erringen konnten. Auch die beiden Herren Herbert Rübensaal und Herbert Felber waren sportlich in dieser Zeit erfolgreich. Daneben gestalteten sie auch durch jahrelange Vorstandsarbeit den Verein. Alle drei sind treue Anhänger und bei allen wesentlichen Veranstaltungen im Jahr immer wieder anwesend.
Die Ehrung nahm neben der 1. Vorsitzenden auch die 1. Bürgermeisterin Fr. Dr. Fischer und Herr Dentsch vom BLSV vor. Die Geehrten erhielten Blumen und Sachgeschenke.

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