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"Ich gab ein Lebenszeichen von mir"


So kann man es auch ausdrücken, wenn man die ersten beiden Runden quasi in den Sand setzt, sich dann aber doch noch mal eindrucksvoll zurückmeldet, so wie Heimspieler Peter Schlauch. Da zeigt sich mal wieder, dass ein Oberliga-Einzel halt erst nach vier Runden zu Ende ist, so wie das zweite der Oberliga Nord am 24.4.05 in Bad Berneck, das in allen Kategorien knappe Ergebnisse lieferte.

Egon Möller erwies sich bei den Senioren als stärkster Spieler des Tages. Das zeigte sich insbesondere daran, dass keiner seiner Konkurrenten eine Runde gegen ihn gewinnen konnte. Mit Runden von dreimal 30 und einer 28 zum Schluss sicherte sich der Bad Bernecker mit 118 unangefochten den Sieg (und spielte nebenbei das zweitbeste Turnierergebnis).

Dahinter lieferten sich mehrere Spieler allerdings einen spannenden Kampf, am Ende trennten gerade mal drei Schlag Platz zwei und sechs.

Nach zwei Runden Lagen Roland Löhrlein (32 und 34) und Wolfgang Engels (31 und 35) mit 66 Schlägen auf Platz zwei. Wolfgang Schneiderbanger (Bamberg) folgte mit 67 (31 und 36), zwei Schläge dahinter Erwin Joachimsthaler (Schweinfurt) mit 69 (33 und 36). Horst Luther (Ostheim) belegte mit 71 Schlägen Platz sechs (41 und 30). Auch nach Runde drei konnte sich Roland Löhrlein auf Platz zwei behaupten: mit einer 33 und 99 nach drei. Wolfgang Schneiderbanger, der ebenfalls eine 33 spielte, und mit seinem Bamberger Kollegen den Platz tauschte, denn Wolfgang Engels spielte 35, lag auf Platz drei einem Schlag vor diesem. Mit 104 folgte Erwin Joachimstahler, der mit einer 35 einen Schlag auf Horts Luther verlor. Dieser spielte eine 34 und lag mit 105 knapp hinter dem Schweinfurter. In der Schlussrunde konnte sich Wolfgang Schneiderbanger dann endgültig durchsetzen: mit einer weiteren 33 wurde er mit 133 alleiniger Zweiter. Roland Löhrlein spielte eine 36, und konnte sich aufgrund besserer Differenz noch Platz drei sichern vor Erwin Joachimstaler, der mit einer 31 ebenfalls auf 135 Schläge kam. Auch Platz fünf wurde durch die Amplitude entschieden: hier hatte Wolfgang Engels das bessere Ende für sich. Er kam mit einer 35 auf 136, wie Horst Luther, der eine 31 spielte.

Auch in der Kategorie Herren lief es ähnlich wie bei den Senioren. Hier schaffte es der Pegnitzer Tobias Kreuzer, sich schon ab Runde eins mit einer 26 genug Vorsprung auf eine etwa zehnköpfige Verfolgergruppe herauszuspielen, so dass diese sich nur noch um Platz zwei streiten konnte. Mit weiteren Runden von 30, 30 und einer 27 spielte Tobias Kreuzer mit 113 das Tagesbestergebnis und wurde mit sechs Schuss Vorsprung Erster. Ebenfalls einer 26 hat Ronny Kohlmann (Bamberg) seinen zweiten Platz zu verdanken. Nach 32 und 31 konnte er sich mit dieser Runde auf Platz zwei setzten, zusammen mit Christian Thümmler (Pegnitz), der mit Runden von 29, 31 und 29 auch 89 hatte. In der letzten Runde entschied dann eine 30 zu Gunsten des Bambergers, mit 119 lag er am Ende einen Schlag vor Christian Thümmler, der diesen mit einer 31 abgab, und schließlich Dritter wurde. Ebenfalls auf 120 Schläge kam der Heimspieler Peter Schlauch. Obwohl er nach zwei 33er Runden schon abgemeldet schien, spielte er sich mit zweimal 27, dem stärksten Finish unter den Herren, wieder zurück unter die Besten und wurde noch Vierter. Von ihm stammt auch die Überschrift nach Runde drei.
Platz fünf und sechs gingen an die beiden Schweinfurter Jugendlichen Andreas Müller mit 122 und Felix Gerhardt mit 123, wobei der Erstgenannte mit einer konstanten Leistung von 32 und drei folgenden 30ern seinen Vereinskollegen einen Schlag abnehmen konnte, der 31, 28 und zweimal 32 spielte.
Siebter wurde der Höchberger Arne Oppmann. Nach schwachem Beginn von 33 und 34 und einer 32 in der Dritten, konnte er mit der besten Runde des Tages von 25 Schlägen noch einmal gewaltig aufholen und spielte 124 Schläge.

Bei den Damen lagen nach der zweiten Runde vier nur drei Schläge auseinander: Anna Schlauch (Bad Berneck) spielte mit einer 38 und einer 32 70, ebenso Tina Morgenstern (Pegnitz) mit 34 und 36. Mit 71 knapp dahinter folgte Sandra Reis (Wertheim), die 33 und 38 spielte. Laura Nennstiel (Ostheim) lag mit 39 und 34 und mit 73 gesamt auf Platz vier. In der dritten Runde konnte sich Anna Schlauch mit einer 32 etwas absetzen: mit 102 führte sie drei Schlag vor Sandra Reis, die sich mit einer 34 wieder nach vorn spielte. Tina Morgenstern verlor mit einer 38 etwas an Boden und belegte mit 108 Platz drei. Vier Schläge dahinter mit 112 wartete Laura Nennstiel auf ihre Chance. Und die lieferte ihr die Wertheimerin. Sandra Reis schoss sich mit einer 43 quasi selbst ab und wurde mit 148 Vierte. Dabei konnte sich Laura Nennstiel mit einer 35 noch an Sandra Reis vorbeispielen und wurde mit einem Schlag Vorsprung Dritte. Tina Morgenstern spielte zum Abschluss noch mal eine 34, konnte damit aber die Führende nicht mehr gefährden und wurde mit 142 Schlägen Zweite hinter Anna Schlauch, der eine 37 und 139 Schläge zum Sieg reichten.

Zum Tabellenstand:
Bei den Senioren führt Egon Möller mit 22 Punkten, drei vor Wolfgang Schneiderbanger. Platz drei teilen sich mit 18 Punkten Karl Matejka, Horst Luther und Erwin Joachimsthaler.
Bei den Herren liegen mit je 40 Arne Oppmann, Ronny Kohlmann und Felix Gerhardt punktgleich auf Rang eins, dicht gefolgt von Peter Schlauch mit 39.
Bei den Damen belegt mit 21 Punkten Sandra Reis Platz eins, und den zweiten Platz teilen sich Laura Nennstiel, Anna Schlauch und Tina Morgenstern mit 20 Punkten.

Viele Spieler liegen nach diesem Turnier nicht weit auseinander, somit ist es schwer zu sagen, wer am nächsten Turnier in Ostheim vorne liegen wird.


Ronny Kohlmann

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